Oftmals sind sie faszinierend und angsteinflößend, manchmal auch nur vollkommen absurd. Dennoch bringen sie uns dazu, den Atem anzuhalten: Urban Legends. DIGGER veröffentlicht jeden Montag eine Story, die Ihr nach Gruselfaktor und Wahrheitsgehalt bewerten könnt.
Diese Legende kursierte schon zu Zeiten der D-Mark durch die Schulklassen – zumindest durch meine. Denn wer kennt ihn nicht: den Brettspiel-Klassiker Monopoly.
Die Sage erzählt von einem Banker namens Gerd, der in seinem Leben nie zu viel Geld gekommen war. Sein Einkommen reichte, um die Miete zu zahlen und sich ab und zu mal eine Kleinigkeit zu gönnen. Doch viel blieb Gerd nie, da er auch noch seine Mutter unterstützte. Diese bezog lediglich eine kleine Rente und war auf die Unterstützung ihres Sohnes angewiesen.
Eines Tages kam er durch eine Börsenspekulation zu viel Geld. Da er seiner Mutter sehr verbunden war, sollte sie als Erste davon profitieren. “Sie hat es am meisten verdient!”, dachte er sich und ließ sich etwas Besonderes einfallen.
Da seine Mutter mit ihren Freundinnen sehr gerne Brettspiele spielte, kaufte er den Klassiker Monopoly und schenkte ihn ihr zum Geburtstag. Doch nicht ohne vorher das Spielgeld durch 40.000 Euro zu ersetzen und das Spiel danach wieder original zu verpacken. Er wollte seine Mutter überraschen und ließ ihr das Geschenk über einen Bekannten zu kommen.
Doch aus der Überraschung wurde nichts: Gerds Mutter war so in Geldnot, dass sie das Spiel noch am gleichen Tag in einem Spielwarengeschäft umtauschte. Als sie von ihrem Sohn einige Tage später aufgeklärt wurde, war es zu spät. Inzwischen hatte jemand anders das Spiel gekauft.
Ein unverhoffter Geldsegen für einen Fremden.
Foto: Josephine Gleicher

