Rothenbaum 2012: Monaco feiert Turniersieg

Nach seinem Final-Triumph über Tommy Haas (34) steht Juan Monaco (28) erstmals in den Top 10 der Weltrangliste. Der Argentinier gewinnt die Siegestrophäe in Form einer Schiffsschraube und 216.000 $ Preisgeld, Tommy Haas dafür alle Herzen. Der Lokalmatador bedankt sich bei den Zuschauern für die “fantastische Unterstützung”.

Es war ein Moment der Überwältigung für den Sieger. Als “Pico” Monaco das Finale der German Tennis Championships nach exakt zwei Stunden beendete (7:5, 6:4), sank er zu Boden und brach in Tränen aus. Die Freude über den größten Turniersieg seiner Karriere und die erste Top-10-Platzierung war beim Sieger nicht mehr zu stoppen.

Nachdem er vorgestern schon Topfavorit Nicolas Almagro (Spanien) in drei Sätzen besiegen konnte, folgte der absolute Triumph gegen Tommy Haas. Es gab keinen Ball, den der Argentinier nicht zurückbringen konnte. Sein Ehrgeiz, sein Siegeswille und sein Kampf nach jedem schier unmöglichen Ball brachten seinen deutschen Konkurrenten zur Verzweiflung. Dabei hatte es für Haas so gut begonnen. Er führte im ersten Satz bereits 4:1, dann jedoch kam Monaco ins Spiel und gab von nun an keinen Ball mehr verloren.

Nach seinem Sieg war auch das Publikum, soweit es aufgrund der Sympathien für Haas möglich war, auf Monacos Seite. Über 10.000 Besucher am fast ausverkauften Center Court gönnten ihm den Sieg spätestens, als sie seine tränenreiche Freude sahen. Dennoch hätten natürlich alle lieber einen Sieg ihres “Hamburger Jung” Tommy Haas gesehen. “Eine fantastische Unterstützung”, wie Haas befand, hatte ihn während des Spiels immer wieder nach vorn gepeitscht. Die Zuschauer klatschten, jubelten und schrien seinen Namen.

Letztendlich waren alle zufrieden. Juan Monaco hat sich im Laufe der Turnierwoche gesteigert wie kein anderer Spieler und verlässt den Rothenbaum als verdienter Sieger. Tommy Haas hat die Erkenntnis gewonnen, dass er mit der Weltspitze mithalten kann. Und die Zuschauer dürfen sich berechtigte Hoffnungen machen, ihren Liebling auch im nächsten Jahr wieder zu sehen. “Ich hoffe, dass ich in einem Jahr auch so gut spiele und nochmal eingeladen werde,” sagte Haas und stimmte so nach seiner Niederlage auch die Zuschauer wieder froh.

Im Doppel hatte Fernando Verdasco Grund zum Feiern. Der Spanier, der im Einzel bereits in der ersten Runde gegen den Hamburger Julian Reister ausgeschieden war, gewann mit Landsmann David Marrero seinen zweiten Doppel-Titel innerhalb einer Woche – 6:4, 6:3 gegen Munoz-De La Nava (Spanien) und Rogerio Dutra Silva (Brasilien).