Pimp your room! – Teil 1

Dein Zimmer hat den Charme einer Abstellkammer? Kein Problem! DIGGER-Redakteurin Daniela Raskito hat für Dich die Tipps und Tricks der Raumgestaltung zusammengestellt. Und sie wagt das große Experiment: Was ist mit 100 Euro und einem Tag Zeit alles möglich?

Liliane wartet auf einen Studienplatz für Medizin, und um die Wartezeit zu überbrücken, macht sie eine Ausbildung zur Krankenschwester. Ausbildungsplatz, Umzug – das ging alles sehr schnell. In aller Eile blieb keine Zeit, das Zimmer schön einzurichten.

“Es ist mir zu weiß hier und gemütlich ist auch etwas anderes. Ich habe mir auf die Schnelle das Wesentliche gekauft – eine Möbelserie von IKEA, einen Teppich und zusammenklappbare Stühle, um Platz zu sparen. Das einzige, was ich mit hergebracht habe, ist mein Lieblingsstück, der alte, lila Sessel, und die Bettwäsche von meinem kleinen Bruder.” Liliane

Viel zu ungemütlich – Lilianes Zimmer vor dem großen Pimp-Experiment

Wenn man etwas verändern möchte, weiß man oft nicht, wo man anfangen oder die Zeit dafür finden soll. Viel Geld soll es möglichst auch nicht kosten und vielleicht steht noch anderes im Wege, wie auch bei Liliane: Die Wände dürfen nicht gestrichen werden. Gebohrt werden darf auch nicht. Doch Liliane ist der Meinung, erst wenn man sich wohlfühlt, kann man es auch Zuhause nennen.

Trotz der Schwierigkeiten überlegen wir uns einen Plan. Wir wollen mit möglichst wenig Geld, maximal 100 Euro, und in möglichst kurzer Zeit, nicht länger als einen Tag, dem kahlen Raum Leben einhauchen.

Die erste Frage, die man sich stellt, lautet: Wo fange ich an? Hat man sich für eine Veränderung entschieden, braucht man einen konkreten Anfangspunkt und einen Plan, der die Umsetzbarkeit prüft. Zur Ideenfindung ist es hilfreich, ein Einrichtungshaus zu besuchen, da es nicht nur Möbel ausstellt, sondern Wohnwelten kreiert. Auch in Zeitschriften zum Thema “Wohndesign” gibt es viele gute Ratschläge und Ideen, die weiterhelfen.

Um die Umsetzbarkeit zu prüfen, ist eine Seite wie Roomle sehr hilfreich. Dort habt Ihr die Möglichkeit, Euer Zimmer mit den richtigen Maßen online einzurichten und die Möbel neu zu platzieren. Der Vorteil gegenüber einer Zeichnung: Man kann die genauen Maße seiner Möbel und des Raumes angeben, und vermeidet somit unnötiges Verschieben seiner Einrichtung, um dann möglicherweise festzustellen, dass es nicht passt. Außerdem spart es einiges an Zeit.

Chaosfaktoren

Wenn man nicht weiß, wo man mit dem Aufräumen anfangen soll, hier ein paar Dinge, die das Chaos überhaupt erst verursachen:

  1. Herumliegende Wäsche: Ist kein vernünftiger Stauraum eingeplant, wird kostbarer Platz verschwendet.
  2. Zu viel Dekoration kann zum Staubfänger werden! Je mehr Kleinigkeiten im Zimmer verstreut sind, desto schwieriger ist es, etwas wiederzufinden. Die Lösung: in Gruppen denken. Das gilt nicht nur für die Ordnung, sondern auch für die Accessoires. Insgesamt muss alles so platziert sein, dass man nicht zu faul ist, es wieder an seinen Platz zu tun.
  3. Kabelsalat: Kabel sollten getrennt voneinander, am besten auf die benötigte Länge eingerollt und versteckt liegen.

Es ist entscheidend, wie man seine Sachen aufbewahrt. Stauraum muss sinnvoll genutzt werden. Optimal eignen sich dafür Ordnungskisten. Sie sind nicht teuer und es gibt sie überall in allen Farben. Auch Zettel, die lose herumfliegen, abheften und alles in Kategorien aufteilen. So sind zwei Probleme gelöst: Die Unordnung ist zu einem großen Teil beseitigt und man weiß genau, wo man etwas liegen hat.

Tipp: Wichtig ist es, ein Aussortieren zwischendurch nicht zu vergessen. Sonst bringt einem das sorgfältige Ordnen auf die Dauer auch nichts.

Dekoration und Gestaltung

Bei Accessoires, die das Zimmer verschönern, ist das Praktische, dass man mit der Dekoration flexibel bleiben kann. Egal, ob in farblicher Hinsicht oder den Jahreszeiten angepasst.

Holt Euch Natur ins Haus! Gefundenes ist schöner als Gekauftes. Ob Zweige, Steine oder Blumen – all das bringt Frische ins Zimmer und ist auch noch kostenlos.

Im zweiten Teil von DIGGER-”Pimp your room!” erfährst Du alles über die richtige Farbauswahl für Dein Zimmer und, wie Du mit dem gezielten Einsatz von Licht die perfekte Stimmung erzeugen kannst. Außerdem gibt es die Auflösung des großen Pimp-Experiments.

Fotos: Daniela Raskito (oben), <birgit> at Flickr Creative Commons Lizenzvertrag (unten)