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		<title>DIGGER-Rezension: SKYFALL – Zwischen Tradition und Moderne</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Mar 2013 09:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Hanke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Neuerfindung eines Franchise? Oder doch das Ende einer Kino-Legende? Im vergangenen Herbst sorgte der neue James Bond "Skyfall" für Aufsehen in den Kinos. Pünktlich zum DVD-Start wirft DIGGER-Redakteur Maik Hanke einen kritischen Blick auf den Jubiläums-007.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignright size-medium wp-image-7951" src="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2013/02/Skyfall-300x189.jpg" alt="" width="300" height="189" />Die Neuerfindung eines Franchise? Oder doch das Ende einer Kino-Legende? Im vergangenen Herbst sorgte der neue James Bond &#8220;Skyfall&#8221; für Aufsehen in den Kinos. Pünktlich zum DVD-Start wirft DIGGER-Redakteur Maik Hanke einen kritischen Blick auf den Jubiläums-007.</strong></p>
<p>&#8220;Wenn es um James Bond geht, bin ich absoluter Traditionalist&#8221;, schrieb Götz Alsmann in einem kürzlich erschienenen Text über die Musik in James-Bond-Filmen und entsprach damit der Haltung etlicher Fans. Die Filme folgten ihren typischen Schemata, für die sie geliebt wurden und immer noch werden. Mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Craig" target="_blank">Daniel Craig</a> als James Bond fand ab 2006 ein Paradigmenwechsel in der Filmserie statt. Sie sollte ins 21. Jahrhundert gebracht werden. Das war das Credo, das die Macher Barbara Broccoli und Michael G. Wilson ausgesprochen hatten. Und James Bond wurde anders. Die Hardcore-Fans hatten so ihre Schwierigkeiten, damit umzugehen. Der 143-minütige &#8220;Skyfall&#8221; ist 2012 ein Film, der genau in die Kerbe zwischen Tradition und Moderne schlägt und ein Bindeglied in der Filmserie bildet.</p>
<p><strong>Die Metaebene erzählt ihre eigene Geschichte</strong></p>
<p>James Bond (Daniel Craig) und der britische Geheimdienst MI6 müssen in &#8220;Skyfall&#8221; gegen ihren eigenen Verfall ankämpfen. Sie scheinen nicht mehr auf der Höhe der Zeit zu stehen und das merkt man ihnen an. Während intern Chefin M (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Judi_Dench" target="_blank">Judi Dench</a>) zum Rücktritt gedrängt wird, scheint der MI6 gegen Verbrecher, die in den &#8220;Schatten&#8221; operieren, wie den ehemaligen Agenten und Cyberterroristen Silva (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Javier_Bardem" target="_blank">Javier Bardem</a>), nicht gewappnet. Silva ist bei seinen Vorhaben aber weniger von materiellen Motiven getrieben, als vielmehr von der Rache an M, die ihn einst in Gefangenschaft seinem Schicksal überließ. M muss also an zwei Fronten um ihre Existenz kämpfen.</p>
<p>James Bonds Gegner im 23. offiziellen Abenteuer zum 50. Jubiläum der Filmserie ist in vielerlei Hinsicht aber nicht Silva, sondern seine eigene Vergangenheit. Bei allen Bezügen auf Bonds Vergangenheit im Film, ist auch immer ein Bezug zur realen Lage um James Bond zu finden. Ein Großteil der Story dieses Films findet praktisch &#8220;zwischen den Zeilen&#8221; statt. Regisseur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sam_Mendes" target="_blank">Sam Mendes</a> setzt viele Symbole ein – die Metaebene erzählt ihre eigene Geschichte.</p>
<p><strong>Der alte musste &#8220;sterben&#8221;, damit ein neuer Bond entstehen kann</strong></p>
<p>In der ersten Hälfte des Films wird immer wieder der Verfall von James Bond aufgezeigt. Er sei nicht mehr der Jüngste, heißt es manchmal; sonderlich fit ist er auch nicht mehr. &#8220;Skyfall&#8221; entspricht da einer schon zum Klischee gewordenen Dramaturgie, dass gerade in Jubiläumsepisoden erst der tiefe Fall kommen muss, nur damit der Protagonist noch stärker auferstehen kann. Das ermüdet und lässt mit dem Kopf schütteln. Außerdem: Diese Erzählung des Niedergangs wäre bei anderen Bond-Darstellern nie und nimmer passiert. Und überhaupt, warum sollte es so weit kommen? Braucht man solche Handlungen überhaupt? Wir sind schließlich bei James Bond! Da kommt er beim Gucken des Films immer wieder durch, der unbelehrbar scheinende Bond-Traditionalist.</p>
<p>Aber dann fängt der Film an, im Seher zu arbeiten. Es gibt die inhaltlichen Referenzen, dass die bisherige Geheimdienstarbeit heute nicht mehr funktioniert. Der körperliche Verfall Bonds ist zudem symbolisch zu verstehen: Der alte Bond kann so nicht mehr weitermachen. Daher passt es umso besser, dass er zu Beginn des Films &#8220;sterben&#8221; muss, damit ein neuer Bond entstehen kann.</p>
<p><strong>Elternhaus und Aston Martin</strong></p>
<p>Normalerweise sind Bonds Gegenspieler in einer Basis stationiert, in die der Held eindringen muss und die am Ende in die Luft gesprengt wird. In &#8220;Skyfall&#8221; findet der Showdown hingegen in Bonds Elternhaus – ein inzwischen verlassenes Anwesen, vor dessen Toren &#8220;Skyfall&#8221; eingraviert steht – statt, wo sich 007 für die finale Schlacht verbarrikadiert hat. Hier manifestiert es sich: Der größte Gegner in diesem Film ist James Bonds Vergangenheit. Und natürlich geht auch das Anwesen in Flammen auf.</p>
<p>Eigentlich wirkt es kitschig, dass sich Bond und M, in Erwartung des Kampfes mit ihren Gegnern, in Bonds altes Elternhaus zurückziehen. Mit dem aus &#8220;Goldfinger&#8221; bekannten Aston Martin DB5 fahren sie dort hin. Eine Erklärung im Film, warum sie sich ausgerechnet dorthin zurückziehen, gibt es nicht, und man mag meinen, dass die Macher einfach eine emotionale Kindheitsgeschichte hinein konstruieren wollten. Aber der Kitschfaktor muss sich unterordnen. Denn am Ende werden sowohl der Aston Martin als auch das Elternhaus zerstört. Nirgends wird mehr deutlich, dass die alte Bond-Existenz vorüber ist. Das Bond-Anwesen ist dafür das Symbol in der Filmebene, der DB5 das in der Metaebene. Es gibt wohl kein anderes Requisit wie diese Luxuskarosse, das so fest mit dem Mythos James Bond in Verbindung steht.</p>
<p><strong>Ganz weg ist der alte Bond nicht</strong></p>
<p>Regisseur Sam Mendes, selbst großer Fan des Bond-Franchises, versteht es in &#8220;Skyfall&#8221;, dem Zuschauer diesen Wechsel in die &#8220;Neuzeit&#8221; aber nicht aufzuzwingen. Er inszeniert vielmehr Bilder und Dialoge, durch die der Zuschauer selbst zu dieser Erkenntnis kommt. Ein deutlich versöhnlicherer Weg. So stellt M in einer Anhörung verständlich dar, dass sich die Schurken dieser Welt nicht mehr auf einer Landkarte finden lassen.</p>
<p>Ganz weg war der alte Bond in diesem Film aber ganz und gar nicht, er besinnt sich sogar wieder auf einige unumstößliche Elemente der Bond-Formel: 007 trinkt Wodka Martini (wenngleich der Name des Drinks nicht genannt wird), kämpft an exotischen Schauplätzen, der Bösewicht hat mal wieder eine körperliche Anomalie und die &#8220;Bond… James Bond&#8221;-Vorstellung durfte auch nicht fehlen. Die Gun-Barrel-Sequence ist auch weiter dabei, nur schon wieder nicht an der richtigen Stelle: Statt ganz am Anfang steht sie ganz am Schluss. Sam Mendes erklärte in einem späteren Interview, dass das aber lediglich daran lag, dass sich die Sequenz sonst mit der ersten Szene des Films beißen würde, in der Bond in Richtung Kamera schreitet und die Waffe hebt.</p>
<p><strong>Neuanfang mit Altbekanntem</strong></p>
<p>Wenn man über &#8220;Skyfall&#8221; spricht, kann man nicht umher, über M und Judi Dench zu sprechen. Bereits nach wenigen Minuten des Films war klar, dass M eine deutlich dominantere Rolle einnimmt, als es einst der Fall war. Sie war so dominant, dass sie schon zu stören begann und man sich überlegen konnte, ob es nicht an der Zeit ist, dass Judi Dench diese Position abgibt. Und in der Tat wurde dieser Gedanke auch im Film verfolgt und es war bald klar, dass dies Denchs letzter Bond-Film sein würde. Vor diesem Hintergrund ist eine derart dominante Rolle Ms in diesem Film jedoch mehr als verschmerzbar. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ralph_Fiennes" target="_blank">Ralph Fiennes</a> wird also in den kommenden Filmen M mimen – eine Entscheidung, die definitiv schon jetzt Lust auf mehr macht. Nun wird auch klar, warum Fiennes in Interviews ein so großes Geheimnis aus seiner Rolle in diesem Film gemacht hat.</p>
<p>&#8220;Skyfall&#8221; ist in der Tat ein Film zwischen Tradition und Moderne. Während Sam Mendes bemüht war, ein modernes Bond-Bild zu kreieren, und es dabei verstand, mit Symbolen so zu spielen, dass der traditionelle Fan selbst zur Erkenntnis kommt, dass es immer vorwärts gehen muss, fällt der Film in der letzten Szene wieder ins Altbekannte: James Bond betritt das MI6-Hauptquartier, wird von der neuen Moneypenny in Empfang genommen und ins Büro des neuen M vorgelassen. Das Alte wurde zwar im Film vielfach verabschiedet; das bedeutet aber auch einen Neuanfang. Und in diesem Beginn finden auch die Wurzeln einen Platz. Da ist es nur passend, mit den frischen Gesichtern von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Naomie_Harris" target="_blank">Naomie Harris</a> als Moneypenny und Ralph Fiennes als M zu starten. Mit einem Mal keimt im Bond-Traditionalisten eine Hoffnung auf: 007  ist im 21. Jahrhundert angekommen und selbst der Hardcore-Fan wurde mitgenommen.</p>
<p>Foto: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=24mTIE4D9JM" target="_blank">SonyPictures</a> at YouTube (Screenshot)</p>
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		<title>Gangster Squit</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jan 2013 14:10:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Tromm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alkoholismus kann Probleme lösen. Hätte ich mir im Kino "Gangster Squad" nicht mit einem Liter Bier schön getrunken, wäre dieser Text nicht entstanden. Ich wäre einfach nach einer halben Stunde gegangen. Doch ich blieb ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alkoholismus kann Probleme lösen. Hätte ich mir im Kino &#8220;Gangster Squad&#8221; nicht mit einem Liter Bier schön getrunken, wäre dieser Text nicht entstanden. Ich wäre einfach nach einer halben Stunde gegangen. Doch ich blieb und fühlte mich wie ein Kobe-Rind in seiner Box: Mein Blick ist mild, ich bin angetrunken, sabbere und warte auf das Ende und akzeptiere, was vor meinen schielenden Augen geschieht:</strong></p>
<p>Der Gangsterboss knurrt, was Gangsterbosse eben so knurren; dass ihm die Stadt gehöre, dass er das Gesetz sei, dass er der Fortschritt sei, dass er auf alle anderen scheiße und Bullen wie Hunde seien.</p>
<p>Der Held tut, was ein Held so tut: Er rettet Naivchen aus den Fängen von Zuhältern, er prügelt sich mit Mafiosi, er ist treusorgender Ehemann seiner schwangeren Frau, Kriegsheld, Hutträger.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-7924" src="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2013/01/Bildschirmfoto-2013-01-25-um-00.08.00-300x135.png" alt="" width="300" height="135" /></p>
<p>Genauso grob geschnitzt sind auch die Nebenrollen: Ryan Gosling versucht, alles aus seinem Trunkenbold-Schrägstrich-flapsiger-Filou-Schrägstrich-ich-hab-mein-Herz-trotzdem-am-rechten-Fleck-Charakter herauszuholen, pustet aber in eine leere Flasche. Emma Stone spielt die Geliebte des Gangsterbosses. Und lächelt ab und zu mal kokett. Und schläft mit dem Filou. Der Revolverheld ist ein Mann, der mit einem Revolver schießt. Der Mexikaner ist ein Mexikaner, der mit mexikanischem Akzent schweigen und dabei zusehen darf. Der schwarze Polizist hat eine Nichte, die an Heroin gestorben ist. Und dann ist da noch der Nerd, der sich erlaubt, die einzig interessante Frage des gesamten Films zu stellen (&#8220;Was unterscheidet uns von denen?&#8221;) – und dafür büßen muss, indem er kurz darauf erdrosselt wird. In meinen Augen verschwimmen die Charaktere zu einem mageren, uniformen Kloß. Selbst den Power Rangers hatte man unterschiedliche Farben gegeben, um sie unterscheiden zu können.</p>
<p>Ich nehme noch einen Schluck und pruste ihn zurück in die Flasche: Der Held, der als Guerillakämpfer ausgebildet wurde, beginnt, ausgebuffte Pläne zu schmieden, wie:</p>
<p><em>Wir überfallen einen Heroin-Transporter mit zu kleinen Waffen.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Wir überfallen einen Heroin-Transporter mit zu kleinen Waffen II.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Wir fahren zum Haus des Gangsterbosses und rufen wütend hinein. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Wir setzen uns auf eine von Kugeln durchsiebte Veranda und trinken Whiskey, weil Gangster nur ein Mal versuchen, jemanden umzubringen und es dann aufgeben. </em></p>
<p>Langsam drückt meine Blase und ich habe ein schlechtes Gewissen, kein schlechtes Gewissen zu haben, während eines Films pinkeln zu gehen. Ich verpasse eine Schlüsselszene: Ryan Gosling hat sein goldenes Zippo auf und zu schnappen lassen.</p>
<p>Sean Penn, als Boss, rastet mal wieder aus und ich muss lachen, weil die Schwelle des Grotesken nun wirklich überschritten ist; eine alte Regel der Charakterentwicklung lautet: Lass den Bösen auch mal ein Kätzchen vom Baum retten; zeig ihn mal menschlich, gib ihm auch Schwächen. Dieser Gangster hat keine Schwächen. Aber dicke Augenbrauen. Wie er zum König über die Unterwelt von L.A. werden konnte? Durch seine grandiose Unternehmensführung und eine ausgependelte Work-Life-Balance: In einem Drittel der Szenen sehen wir ihn beim Essen. In einem weiteren Drittel beim Morden (zum größten Teil müssen seine Mitarbeiter den Kopf hinhalten). Das letzte Drittel ist für schäumende Wutanfälle und Drohungen reserviert. Tony Montana hatte dieselbe Strategie. Und ich gehe jede Wette ein, dass irgendwo in Hollywood der fatale Satz fiel: &#8220;Wie Scarface, nur in den Fünfzigern.&#8221;</p>
<p>Endlich hat sich die Superhelden-Polizei mit den verbliebenen Gangstern die finale, hanebüchene Schießerei geliefert, die Ehefrau hat entbunden, das Pärchen hat sich gefunden und der Mexikaner trauert in aller Stille um seinen Revolverhelden.</p>
<p>Der Film endet mit einem pathetischen Monolog, bei dem ich Schaum aufstoße.</p>
<p>Ich weigere mich strikt, einen Film als schlecht zu bezeichnen. Enttäuschend, das trifft es und klingt versöhnlich.</p>
<p>Foto: <em>YouTube</em></p>
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		<title>Was ich lieb und was ich hass</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Dec 2012 09:58:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sinah Vonderweiden</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Freisinger HipHopper Blumentopf bewiesen am vergangenen Sonntag (9.12.2012) im szenigen Docks, dass deutscher Rap noch lange nicht tot ist – nicht umsonst war die Show bereits im Vorfeld komplett ausverkauft. In Anlehnung an ihren Hit „Liebe und Hass“ kann man sagen: Was ich lieb, ist wenn Blumentopf die Bühne rocken. Und was ich hass, wenn mich vorher 50 Minuten Graderobenschlange schocken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Münchener HipHopper Blumentopf bewiesen am vergangenen Sonntag (9.12.2012) im szenigen Docks, dass deutscher Rap noch lange nicht tot ist – nicht umsonst war die Show bereits im Vorfeld komplett ausverkauft. In Anlehnung an ihren Hit „Liebe und Hass“ kann man sagen: Was ich lieb, ist wenn Blumentopf die Bühne rocken. Und was ich hass, wenn mich vorher 50 Minuten Graderobenschlange schocken.<span id="more-7833"></span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>

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	<h3>Freestylesession mit Nico Suave</h3>
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	<div class="pic">
<a href="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/gallery/blumentopf-konzert-im-docks-auch-aus-den-hinteren-reihen-ein-augenschmaus/art9.jpg" title="" class="shutterset_blumentopf-konzert-im-docks-auch-aus-den-hinteren-reihen-ein-augenschmaus">
	<img alt="Freestylesession mit Nico Suave" src="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/gallery/blumentopf-konzert-im-docks-auch-aus-den-hinteren-reihen-ein-augenschmaus/art9.jpg"/>
</a>
</div>

</div>	


<p>Nachdem ich also endlich meine Jacke losgeworden war und eine weitere Viertelstunde in der Schlange an der Bar hinter mich gebracht hatte, fand ich im Konzertgedrängel sogar noch eine Lücke mit Blick auf die Bühne. Glücklicherweise wurde der obere Zuschauerraum im Docks fast komplett für Konzertbesucher frei gemacht, denn mit meinen knapp 167 Zentimeter Größe hätte ich mich im großen Konzertsaal im Erdgeschoss mit einer rein akustischen Teilnahme am Konzert begnügen müssen. Die Nutzung der Loge als Zuschauerraum erklärt allerdings auch das Garderobenchaos. Bei vielen Veranstaltungen wird diese nämlich als Ablageraum für Jacken und Kleidung aller Art genutzt, mit langem Tresen an dem viel Platz zum Abgeben der hinderlichen Klamotten ist. Dieses Mal arbeiteten an einem winzigen Fenster zwei Garderobisten die schier endlose Schlange ab. Gerade rechtzeitig zur Show konnte ich mich also mit Bier und Handykamera im Anschlag positionieren.</p>
<div id="attachment_7856" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/12/IMG_2334.jpg"><img class="size-medium wp-image-7856 " src="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/12/IMG_2334-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">Blumentopfkonzert im Docks: Auch aus den hinteren Reihen ein Augenschmaus</p></div>
<p>Und wie erwartet lieferten die Deutschrapurgesteine Blumentopf von der ersten Minute an eine grandiose Show, die ich nun von der Loge aus bestaunen durfte – inklusive ein wenig Platz zum mitwippen und Fäuste recken. An dieser Stelle, danke liebe große Gentlemen fürs vorlassen. Doch bevor ich mich überhaupt eingewippt hatte, ging die Crowd schon nach dem ersten Track zu Freestylesession Nummer eins ab. Die vier Rapper Cajus Heinzmann alias Master P, Bernhard Wunderlich a.k.a. Holunder, Florian „Der Schu“ Schuster und Roger Manglus bekannt als Specht hauten sich wortgewandt wie immer improvisierte Reime um die Ohren und heizten so die Stimmung im Publikum in kürzester Zeit richtig an. Die Mischung aus Liedern vom neuen Album „Nieder mit der GbR“ und Klassikern die alle mitrappen können, Bühnenshow und Entertainment machte das Konzert zum Event.</p>
<p>Damit zwischendrin auch jeder mal einen Blick auf die Bühne erhaschen durfte – in den hinteren Reihen quoll die Zuschauermasse fast aus den Türen des Saals – gab es in der Mitte der Show eine kleine Unterbrechung, die gesamte Menge vor der Bühne hockte sich auf Geheiß der Musiker hin um schließlich zur Blumentopfhymne „Party Safari“ ungestüm aufzuspringen und zu tanzen. Kurz darauf hüpfte auch noch Überraschungsgast Nico Suave auf die Bühne, performte die zweite Freestylesession mit den „Jungs aus dem Reihenhaus“ und schließlich zeigte DJ Sepalot, der im richtigen Leben Sebastian Weiss heißt, noch einmal was er an den Turntables drauf hat.</p>
<p><strong> </strong><a href="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/12/Cover.png"><img class="alignright size-medium wp-image-7857" src="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/12/Cover-300x288.png" alt="Das Cover vom aktuellen Album &quot;Nieder mit der GbR&quot;" width="258" height="247" /></a>Als sich nach dem Mitsinglied „SoLaLa“ die Zugabe anbahnt drehte ich mich um und erblickte schockiert, dass sich bereits eine meterlange Garderobenschlange gebildet hat. Ich nestelte nervös meine Marke heraus und sprintete zum Ende der Schlange – denn nach insgesamt zwei Stunden mitreißender Show noch eine weitere im Gedrängel zu verbringen, konnte ich mir um halb zwölf Uhr nachts an einem Sonntagabend wahrlich nicht mehr vorstellen.</p>
<p><strong>Du willst Blumentopf auch live erleben? Die Tour läuft noch bis Ende des Jahres und die Termine am 13.12. in Dresden, am 14.12. in Erfurt und am 15.12. in Würzburg sind noch nicht ausverkauft. Ansonsten musst du dich bis zum Sommer gedulden: Am 6.7. ist der Topf auf dem Tollwood Sommerfestival in München zu sehen und man munkelt außerdem, die fünf treten auf dem HipHop Open im Juli in Stuttgart auf!</strong></p>
<p>Hinterlasse einen Kommentar zu dem Event, falls du dem Artikel noch  etwas hinzuzufügen hast oder selbst ein paar interessante Facts  beisteuern möchtest.</p>
<p><a href="http://www.myvideo.de/watch/5281223/Blumentopf_Liebe_und_Hass" target="_blank">Das Lied zum Titel: Liebe und Hass – Blumentopf</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=85Zhk0hKnvQ" target="_blank">Aus dem aktuellen Album: Ich bin dann mal weg feat. Pohlmann – Blumentopf</a></p>
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		</item>
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		<title>Hopsin in Hamburg: Kleine Crowd – riesen Konzert!</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Nov 2012 18:46:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sinah Vonderweiden</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der 26-jährige US-Rapper Hopsin hat am vergangenen Sonntag (18.11.2012) den Hamburger Waagebau gerockt und obwohl der HipHopper hier in der Hansestadt noch nicht die größte Fanbase hat, kann man vor seiner Show und den Supportern nur den Hut ziehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der 26-jährige US-Rapper Hopsin hat am vergangenen Sonntag (18.11.2012) den Hamburger Waagebau gerockt und obwohl der HipHopper hier in der Hansestadt noch nicht die größte Fanbase hat, kann man vor seiner Show und den Supportern nur den Hut ziehen.</strong></p>
<div id="attachment_7852" class="wp-caption alignleft" style="width: 226px"><a href="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/12/Hopsin_Voract.jpg"><img class="size-medium wp-image-7852    " src="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/12/Hopsin_Voract-300x225.jpg" alt="" width="216" height="162" /></a><p class="wp-caption-text">Im Waagenbau hing Preact &quot;Dizzy Wright&quot; nicht nur rum, sondern rockte die Show!</p></div>
<p>Schon im Eingang des <a href="http://www.waagenbau.com/" target="_blank">Waagenbaus</a> war klar, dass die Location nicht einmal ansatzweise gut gefüllt ist. Auch der Altersdurchschnitt des Publikums war recht jung, die Betreiber des Waagenbaus hatten für den Abend sogar die Alterbeschränkung für die Gäste von 18 Jahren auf 16 heruntergesetzt. Es wurde trotzdem ein mitreißendes Konzert, was nicht nur am Hauptauftritt von Hopsin lag.</p>
<p>Schon die Voracts haben die knapp 80 Rapfans in typischer US-Manier angeheizt und nicht zuletzt war es die DJ-Einlage, die mit HipHop-Klassikern glänzte und einen ansehnlichen Beitrag zur guten Stimmung geleistet hat, bevor dann endlich der Mainact Hopsin kam. Die kleine Fancrowd machte für einen Sonntagabend erstaunlich gut mit, doch gerissen haben es auch die akrobatischen Showeinlagen der kalifornischen und aus Nevada stammenden Rapper.</p>
<div id="attachment_7853" class="wp-caption alignright" style="width: 178px"><a href="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/12/Hopsin.jpg"><img class="size-medium wp-image-7853" src="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/12/Hopsin-168x300.jpg" alt="" width="168" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Dem Star ganz nah: Fotosession mit dem als Markenzeichen weiße Kontaktlisen tragenden Hopsin</p></div>
<p>Wer hat einen Musiker denn schon einmal an einer Hand von der Deckenbeleuchtung baumeld rappen sehen? Und nicht zu vergessen das Battle – man fühlte sich förmlich in den Eminem-Film &#8220;8 Mile&#8221; versetzt. Hier war Slim Shadys Einfluss auf den ehemals bei Eminems Label gesignten Tausendsassa <a href="http://www.facebook.com/hellohopsin" target="_blank">Hopsin</a> nicht zu übersehen. Drei Freiwillige aus dem Publikum traten gegeneinander an und legten eine überraschend gute Performance hin – obwohl ihre Nervosität bei der überraschenden Möglichkeit mit dem Star selbst auf der Bühne zu stehen, fast greifbar war. Das Publikum stimmt über den Deutschrap ab – Hopsin war begeistert über ein Rapbattle &#8220;auf einer Sprache, in der ich vorher noch niemanden so richtig habe rappen hören&#8221;.</p>
<p>Dann ging es weiter mit der eigentlichen Show: Ein Sprung ins Publikum, sich eine Weile auf Händen tragen lassen und dann noch die Hit-Tracks &#8220;Sag my Pants&#8221; und &#8220;Ill Mind of Hopsin 5&#8243; gespielt und gut war’s – fast. Der Rapper, Produzent und Schauspieler stellte sich den Fans bereitwillig eine gute Dreiviertelstunde für Fotos, Autogramme und ein Meet-n-greet zur Verfügung. Fazit: This was real Rapshit!</p>
<p>Du bist ein Hopsin-Fan und hast beim Auftritt im Waagenbau am Sonntag sogar selbst mitgefeiert? Hinterlasse unten auf der Seite einen Kommentar und gib Dein Feedback zum Konzert!</p>
<p>Du kennst Hopsin gar nicht? Dann schau Dir das beliebteste YouTube-Video von Hopsin an:</p>
<p>Track: Ill Mind of Hopsin 5 – Hopsin</p>

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<p>Fotos: Copyright Torge Jach</p>
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		<title>Urban Legends: Eine zweifelhafte Vorhersage</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Aug 2012 08:02:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Alves de Castro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man muss nicht alles für bare Münze nehmen, was einem eine Wahrsagerin erzählt – dachte sich auch die junge Frau in dieser Legende. Doch Anna muss am Ende feststellen, dass sie der zweifelhaften Vorhersage lieber Glauben geschenkt hätte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oftmals sind sie faszinieren</strong><strong>d und angsteinflößend, manchmal auch  nur vollkommen absurd. Dennoch bringen sie uns dazu, den Atem  anzuh</strong><strong>alten: <a href="http://journalismus-mhmk.de/digger/category/mix/urban-legends/">Urban Legends</a>. DIGGER veröffentlicht jeden zweiten Montag eine Story, die Ihr nach Gruselfaktor und Wahrheitsgehalt bewerten könnt.</strong></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-7765" title="Eine zweifelhafte Vorhersage" src="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/08/Wahrsagerin_JamesReaFotos-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" />Jeder, der schon einmal bei einer Wahrsagerin gewesen ist, wird genau wissen, dass man nicht alles für bare Münze nehmen sollte, was einem dort erzählt wird. So sah es auch die junge Frau in der folgenden Geschichte, bei der sich allerdings am Ende herausstellt, dass sie der zweifelhaften Vorhersage lieber hätte Glauben schenken sollen.</p>
<p>Die junge Frau, nennen wir sie Anna, wollte in den nächsten Tagen ihren Verlobten heiraten. Blind vor Liebe und Glück konnte sie es kaum erwarten. An ihrem Junggesellinnenabschied dachten sich ihre Freundinnen etwas ganz Besonderes aus. Sie planten einen ganzen Tag voller Überraschungen, an dem sie am Ende eine Wahrsagerin aufsuchen wollten. Was Anna von dieser Idee hielt, erklärte sie ihren Freundinnen prompt: &#8220;Das ist doch alles nur Geldschneiderei. Und es ist mir egal, was diese Möchtegern-Hexe zu sagen hat!&#8221; Aber da sie ihre Freundinnen nicht enttäuschen wollte, ließ sie sich auf den kleinen Spaß ein.</p>
<p>Überall roch es nach Räucherstäbchen und ein sehr schwaches Licht erfüllte den engen, stickigen Raum. Anna musste in sich hinein grinsen. Man konnte förmlich spüren, wie lächerlich sie alles fand. So auch die Wahrsagerin. Sie musterte Anna von oben bis unten und bat sie, sich zu setzen. Als sie Anna zunächst die Karten legte und dann noch aus ihrer Hand las, wurde die Wahrsagerin immer nervöser und unruhiger. &#8220;Was haben sie gesehen?&#8221;, wollten die Freundinnen wissen. Anna interessierte es nicht. Mit weit aufgerissenen Augen schrie die Wahrsagerin: &#8220;Sie dürfen auf gar keinen Fall heiraten! Großes Unheil wird über Sie hereinbrechen!&#8221; Anna konnte sich ein Lachen nicht verkneifen.</p>
<p>Mehrere Monate nach der Hochzeit musste Anna wieder an die Wahrsagerin und ihre Prophezeiung denken. Doch Anna war glücklich und ihre Ehe hätte besser nicht laufen können. Als ihr Ehemann eines Abends nach Hause kam, wirkte er nervös und durcheinander. Anne wollte wissen, was mit ihm los sei, doch er antwortete nicht und bewegte sich stattdessen starr auf sie zu. Er packte sie, klebte ihr den Mund zu und trug sie in den Kofferraum ihres Autos. In diesem Moment wusste Anna, dass die Wahrsagerin Recht behalten sollte. Er verschleppte sie an einen unbekannten Ort und hielt sie dort Monate gefangen, bis er sie schließlich verhungern ließ.</p>
<p>Anna war nicht das erste Opfer dieses Mannes. Vor Jahren war er aus der Psychatrie entflohen und hatte sich eine neue Identität verschafft. Der Mann hatte zuvor bereits fünf andere Frauen qualvoll verhungern lassen.</p>
<p><strong>Mit diesem Blick in die Zukunft endet unsere Reihe &#8220;Urban Legends&#8221; vorerst. <a href="http://journalismus-mhmk.de/digger/category/mix/urban-legends/" target="_blank">In unserem Archiv könnt Ihr alle bisher erschienenen Alltagslegenden natürlich noch mal nachlesen und bewerten.</a> Viel Spaß dabei!</strong></p>
<p>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/james_rea/5828441437/" target="_blank">JamesReaFotos</a> at Flickr <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/deed.de" target="_blank"><img style="border-width: 0;" src="http://i.creativecommons.org/l/by-nc/3.0/80x15.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" /></a></p>
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		<title>&#8220;Der Knopf wird niemals aussterben&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Aug 2012 08:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Hanke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Daniel Budiman, genannt „Budi“, ist Moderator bei der MTV-Gaming-Show „Game One“ – und Student. Mit DIGGER spricht der 29-jährige Hamburger über Geldmacherei, Technik und die Schwierigkeit, Studium und Fernsehkarriere zu verbinden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1067" title="DIGGER Medien" src="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2010/05/DIGGER_RessortIcons_02Medien7-150x150.jpg" alt="" width="45" height="45" />Daniel Budiman, genannt „Budi“, ist Moderator bei der MTV-Gaming-Show „Game One“ – und Student. Mit DIGGER spricht der 29-jährige Hamburger über Geldmacherei, Technik und die Schwierigkeit, Studium und Fernsehkarriere zu verbinden.</strong></p>
<p><a href="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/Budi-Fenster.jpg"><img class="size-full wp-image-7737 alignleft" title="Budi am Fenster" src="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/Budi-Fenster.jpg" alt="" width="374" height="248" /></a><strong>DIGGER: Budi, warst du schon immer ein Zocker?</strong></p>
<p>Budi: Ich war immer ein Zocker, aber ich habe bei weitem nicht alle Konsolen gehabt. Es geht nicht nur um die Technik, die man hat, sondern auch darum, was dahintersteckt, also was die Person betrifft. Ich bin jemand, der einen unglaublichen Spieltrieb hat. Das war schon immer so. Ich wollte immer spielen. Und irgendwann kamen halt die Videospiele. Letztendlich war es aber einfach ein schweineteures Hobby. Auch ein PC war teuer, aber da konnte man immerhin noch gegenüber den Eltern argumentieren, der sei wichtig für die Zukunft (lacht). Jedenfalls: Es hat nicht immer nur was mit der Technik zu tun hat und auch nicht damit, wie viele Spiele man in seinem Leben gespielt hat.</p>
<p><strong>Und, wie viele Spiele hast du gespielt?</strong></p>
<p>Weiß ich nicht. Ich habe sehr viele Spiele gespielt. Aber mit Sicherheit nicht so viele wie ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Simon_Kr%C3%A4tschmer" target="_blank">Simon Krätschmer</a>, mein Kollege. Der hat mit Sicherheit fast alle Spiele gespielt (lacht). Viele in der Redaktion haben sehr, sehr, sehr viel mehr gespielt.</p>
<p><strong>Wie hast du es geschafft, ins Fernsehen zu kommen?</strong></p>
<p>Weiß ich nicht. Wie schaffe ich es, wieder herauszukommen (lacht)? Ich hatte einen ganz klassischen Werdegang: Schule, Abi mit Schwierigkeiten und irgendwann hatte ich Lust, was mit Medien zu machen – der absolute Klassiker. Ich hatte mich noch auf Mediengestalter Bild und Ton beworben und nur Absagen bekommen. Deswegen blieb es bei Praktika und so kam ich zu GIGA. Da haben die mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, einfach mal bei einem Casting mitzumachen. So bin ich da reingerutscht. Es war gar nicht meine Intention, vor der Kamera zu landen. Mich hat es immer am meisten interessiert, als Redakteur zu arbeiten.</p>
<p><strong>Du studierst neben deinem Job bei „<a href="http://www.gameone.de/" target="_blank">Game One</a>“ an der Uni Hamburg Philosophie. Warum das?</strong></p>
<p>Das war der schwerste Stoff, den ich in der Schule hatte. In Philosophie waren die Texte so komplex, aber auch so logisch und analytisch, dass ich daran irgendwie einen Narren gefressen habe. Deswegen habe ich einfach angefangen, Interesse an der Philosophie zu kriegen. Nach der Schule wollte ich das eigentlich auch direkt studieren, aber mein Vater meinte: „Du philosophierst eh. Lern erst mal was Vernünftiges“. Dann bin ich ins Fernsehen gegangen (lacht).</p>
<p><strong>Wie ging es weiter?</strong></p>
<p>Ich habe versucht dahinter zu kommen, was denn Philosophie eigentlich ist oder was es bedeutet. Ich habe nämlich keine Lust auf Klischees. Im Stuhlkreis über die Seele eins Steins zu reden, wollte ich wirklich nicht. Im Prinzip recherchiere ich an der Uni aus zwei Gründen. Einerseits zum Thema „Videospiel“. Das wird aus Sicht der Philosophie noch gar nicht wirklich betrachtet. Aber ich würde gerne wissen und verstehen wollen, was denn die alten Leute zu dem Thema gesagt haben. Und der zweite Grund ist, dass Philosophie das nerdigste Thema der Welt ist. Seit 3000 Jahren kloppen sich die Leute darüber, ob man nicht ein Wort so oder so verstehen kann. Das ist für mich ein totaler Anreiz, denn was wir die ganze Zeit versuchen, ist, den Leuten zu erklären, dass Videospiele mehr sind als nur Ballerei. Es hat mehr als die Industrie, die dahintersteckt. Es ist mehr als reine Geldmache.</p>
<p><strong>Und wie läuft das Studium?</strong></p>
<p>Nicht so gut, wie ich mir das erhofft hab. Ich hatte auch meine Vorbehalte gegenüber dem Studium. Jetzt sehe ich das mit mehr Respekt. Ganz im Ernst: Studieren ist ein Privileg. Ich verstehe, dass die Leute auf die Straße gehen und wegen der Studiengebühren demonstrieren. Nur: Was die Noten angeht, läuft’s gar nicht gut, aber ich komme durch. Auf der anderen Seite läuft es sehr gut. Ich habe sehr viel Genugtuung und Spaß an meinem Studium.</p>
<p><strong><a href="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/Budi-Schreibtisch.jpg"><img class="size-medium wp-image-7736  alignright" title="Budi am Schreibtisch" src="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/Budi-Schreibtisch-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Wie verbindest du die Uni mit der TV-Karriere?</strong></p>
<p>Das ist sehr stressig. Zeit ist natürlich leider endlich. Es war ein schwerer Schritt, mich überhaupt zum Studium zu entscheiden. Denn mit dem Schritt ins Studium, musste ich aus der Redaktion herausgehen. Trotzdem arbeite ich weiterhin an der Produktion mit.  Letztendlich springe ich zwischen den Aufgaben hin und her. Das ist schon ziemlich schwer zu kombinieren. Deswegen scheitere ich manchmal auch daran. Das ärgert mich, denn ich mache dann oftmals nichts Halbes und nichts Ganzes.</p>
<p><strong>Wie hat das Fernsehen bzw. deine Karriere dich verändert?</strong></p>
<p>Ich habe sehr viele weiße Haare gekriegt. Es hat mich auf jeden Fall dahingehend verändert, dass ich schon ein bisschen konservativer geworden bin. Ich bin bei weitem nicht mehr so extrovertiert wie ich es früher war. Das heißt im Klartext einfach nur, dass ich nicht mehr so oft betrunken durch die Stadt laufe (lacht). Es hat mich aber auch dahingehend verändert, dass ich viel kritischer mit den Medien allgemein umgehe. Wesentlich kritischer.</p>
<p><strong>Bist du vor der Kamera der, der du auch im wirklichen Leben bist?</strong></p>
<p>Nein. Wir haben den Anspruch, vor der Kamera so ehrlich und so authentisch zu sein wie möglich. Aber das ist nicht möglich. Letztendlich ist alles, was veröffentlicht wird, inszeniert. Da kann man noch so viel von Authentizität reden. Daher sage ich: Nein, ich bin vor der Kamera nicht so, wie ich im realen Leben bin. Das Medium, das Fernsehen, gibt einem einfach nicht die Zeit dazu. Transparenz ist eigentlich das schönste Wort. Wenn du den Leuten klar machst, dass das alles eine Inszenierung ist, dann kriegst du eine andere Ebene hin. Transparent wird es, wenn die Leute verstehen, dass man einen Scheißtag hatte oder die Themen nicht so cool waren. Und das ist wesentlich besser als Authentizität.</p>
<p><strong>Hältst du dich für prominent?</strong></p>
<p>Gemeine Frage! Eigentlich nein, ich will das auch gar nicht. Seit fünf Jahren laufen wir aber auf MTV bzw. VIVA, also muss wohl irgendwer an uns glauben und Spaß haben, uns zuzugucken. Ich mag das Wort „Promi“ nicht, weil das so negativ behaftet ist. Das wird so ausgeschlachtet. In der Medienbranche stört mich das am meisten.</p>
<p><strong>Kommen wir zum Thema Gaming. Wie hat es das Gaming von der nerdigen Randspalte in die Mitte der Gesellschaft geschafft?</strong></p>
<p>Es gibt zwei Antworten darauf, die eine ist schön, die andere weniger schön. Die weniger schöne ist Geld. Es ist eine Industrie, in die unglaublich viel Geld reingesteckt wird. Die andere Seite ist mehr oder weniger der Ursprung, die Idee vom Gaming. Nämlich neue Spielsachen, um Unterhaltung zu fördern, um auch Informationen auszutauschen, um einfach kreative, künstlerische Spiele zu gestalten. Immer mehr Leute, die früher damit aufgewachsen sind und weiterhin damit aufwachsen, verstehen dieses Prinzip. Der Mensch an sich scheint ja so veranlagt zu sein, wenn er einen Knopf drückt und etwas passiert, dann freut er sich. Dann macht er es nochmal und es passiert wieder. Ganz simpel eigentlich. Und wenn man sich überlegt, wie Spiele früher aussahen und was es für eine Entwicklung gab, dann kann man sagen, dass es eine rein logische Entwicklung war, dass es inzwischen in der Gesellschaft angekommen ist. Es ist wohl Erfolg durch Penetranz. Wir müssen davon wegkommen, das Thema „Games“ immer noch als Außenseiter zu betrachten. Das ist nicht mehr so. Wir sind früher auch gerne mit Mistgabel und Fackel durch die Straßen gelaufen und haben gesagt „Leute, macht die Augen auf. Gaming, das ist ein tolles neues Medium. Verurteilt es nicht.“ Wir sollten uns jetzt einfach darauf konzentrieren und darauf einigen, dass Spiele da sind und es ganz viele Schubladen gibt. Es gibt Spiele für Erwachsene, es gibt intelligente Spiele, es gibt gruselige Spiele, es gibt Crime-Games, es gibt Rätselspiele und so weiter. Das heißt, du hast genauso wie bei Filmen und Büchern einfach ganz viele verschiedene Ansprüche. Games sind auch ein Medium. Es ist zwar in der Gesellschaft angekommen, aber vielleicht noch nicht hundertprozentig so, wie man es vielleicht verstehen sollte. Es gibt auch böse Seiten, aber dann lasst uns doch genau darüber reden.</p>
<p><strong><a href="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/Budi.jpg"><img class="size-medium wp-image-7734  alignleft" title="Budi im Chaos" src="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/Budi-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Wie bewertest du die Entwicklung in der Spieleindustrie: Es gibt 3D, Pointer, Touchscreens und so weiter. Ist das frühere Zocken mit einem Controller in der Hand und dem Knöpfe drücken weitestgehend Geschichte?</strong></p>
<p>Überhaupt nicht. Die neuen technischen Gadgets sind ganz klar eine Weiterentwicklung, aber das Grundprinzip bleibt. Du drückst irgendetwas und irgendetwas passiert. Die Kinects sind ein so ein anderes Ding, bei dem du gar nichts mehr brauchst. Das ist eine Steuerungsmöglichkeit von der Xbox 360. Da stehst du einfach nur komplett mit deinem Körper von einer Kamera, die das annimmt. Und dann kannst du halt so spielen. Das heißt, du brauchst gar keine Knöpfe mehr. Das ist eine tolle Technologie. Es gibt generell unfassbar viele Technologien da draußen, die das Thema „Gaming“ weitertreiben. Aber der Knopf an sich wird niemals aussterben. Der Großteil von uns ist einfach darauf geeicht, dass er etwas zum Anfassen braucht. Ich bin auf jeden Fall so einer.</p>
<p><strong>Was ist dein All-Time-Favourite unter den Spielen?</strong></p>
<p>Es klingt ein bisschen ausgelutscht, aber mein All-Time-Favourite ist immer noch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/StarCraft" target="_blank">StarCraft</a>. Das habe ich sehr, sehr lange gespielt. Aber da gibt’s viele Sachen.</p>
<p><em>Das Interview wurde im Juni 2011 geführt und ist im DIGGER #5 erschienen.</em></p>
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		<title>Halt dich fest! – Download –</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jul 2012 08:16:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Halt dich fest! ist das Motto von DIGGER Nummer 6. Zum ersten Mal wird es den DIGGER nur hier geben. Lade Dir jetzt ein Interview mit der Hamburger Rockband 4Lyn runter, Forbetter your English mit Autor und Komiker Eric T. Hansen und schwing Dich beim Free-Climbing in die Höhe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/DIGGER-6-Titel.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-7713" title="DIGGER 6 Titel" src="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/DIGGER-6-Titel.jpg" alt="" width="155" height="218" /></a><strong>Halt dich fest! ist das Motto von DIGGER Nummer 6. Zum ersten Mal wird es den DIGGER nur hier geben. Lade Dir jetzt ein Interview mit der Hamburger Rockband 4Lyn runter, Forbetter your English mit Autor und Komiker Eric T. Hansen und schwing Dich beim Free-Climbing in die Höhe.</strong></p>
<p>Lade dir hier den neuen DIGGER runter:</p>
<p><a href="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/Digger_6-Halt-dich-fest-Teil-1.pdf">Digger_6 Halt dich fest Teil 1</a></p>
<p><a href="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/Digger_6-Halt-dich-Fest-Teil-2.pdf">Digger_6 Halt dich Fest Teil 2</a></p>
<p><a href="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/Digger_6-Halt-dich-fest-Teil-3.pdf">Digger_6 Halt dich fest Teil 3</a></p>
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		<title>Urban Legends: Hol ihn unter&#8217;s Dach</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jul 2012 10:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josephine Gleicher</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Lied ist viel mehr als nur ein Lied. Und in diesem Fall steckt eine besonders unheimliche Geschichte dahinter – das behaupten zumindest zahlreiche Schüler, welche die Legende von Generation zu Generation weiter erzählen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oftmals sind sie faszinieren</strong><strong>d und angsteinflößend, manchmal auch  nur vollkommen absurd. Dennoch bringen sie uns dazu, den Atem  anzuh</strong><strong></strong><strong>alten: <a href="http://journalismus-mhmk.de/digger/category/mix/urban-legends/">Urban Legends</a>. DIGGER veröffentlicht jeden zweiten Montag eine Story, die Ihr nach Gruselfaktor und Wahrheitsgehalt bewerten könnt.</strong></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-7665" title="Hol ihn unter's Dach" src="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/Foto2-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" />Viele Schulen, viele Geschichten. Doch es gibt eine Geschichte, die besonders hartnäckig von Generation zu Generation weiter erzählt wird. Vornehmlich auf Internaten – wahrscheinlich wegen der passenden Atmosphäre.</p>
<p>Es ist ein Lied, das Weltruhm erlangte: „Another brick in the Wall“ von Pink Floyd kennt eigentlich jeder. Zumindest Part II des Songs. Der Part, der als Single ausgekoppelt wurde. Nicht jeder weiß, dass es sich eigentlich um drei Songs handelt, welche zusammen gehören. Ist aber auch egal – denn die Legende, von der ich erzählen möchte, rankt sich lediglich um den mittleren Teil.</p>
<p>In dem Lied, das 1979 veröffentlicht wurde, wird das damalige britische Schulsystem kritisiert. Es ist ein Song gegen Gedankenkontrolle und gegen das Verkommen von Individualismus. Es wird bemängelt, dass alle Kinder gleich erzogen werden und „gleich gemacht“ werden sollen. Was meinerseits eine extrem heruntergebrochene Analyse des Liedes ist, doch wir wollen uns ja auf die Legende konzentrieren.</p>
<p><strong>We don&#8217;t need no education<br />
We don&#8217;t need no thought control<br />
No dark sarcasm in the classroom<br />
Teachers, leave them kids alone<br />
Hey, Teachers, leave those kids alone<br />
All in all you&#8217;re just another brick in the wall<br />
All in all you&#8217;re just another brick in the wall</strong></p>
<p>Um diese Textpassage rankt sich der Mythos. Es wird erzählt, dass das Lied von einem Ereignis in einer streng katholischen Jungenschule erzählt. Der damalige Hausmeister wohnte auf dem Internatsgelände und die Kinder fürchteten sich sehr vor ihm. Er war ein unheimlicher Typ, streng, eiskalt und mehr als nur einschüchternd. Der Mann soll öfters dabei beobachtet worden sein, wie er auf die Leiter in Richtung Dachboden kletterte – was für die Schüler streng verboten war. Dort soll er an verregneten Abenden Schüler gequält haben. Nie hat jemand sich getraut, davon zu erzählen – bis sich einer der Jungen auf dem Dachboden erhängt haben soll. Ab dem Zeitpunkt, so sagt man, haben sich die Opfer zusammengeschlossen und in dem Lied „Another brick in the wall“ eine Botschaft versteckt. Denn – so sind sich einige Leute sicher – der Chor singt nicht „All in all you’re just …“, sondern „Hol ihn, hol ihn unter’s Dach“.</p>
<p>Mit sehr viel Fantasie lässt sich tatsächlich etwas in der Art heraushören – allerdings ein typischer „Oma fiel ins Klo“-Fall, wenn ihr mich fragt. Doch auch wenn die Geschichte weder plausibel noch schlüssig zu seien scheint, ich habe kaum eine Legende öfters erzählt bekommen als diese.</p>
<p>Foto: Josephine Gleicher</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Rothenbaum 2012: Monaco feiert Turniersieg</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jul 2012 08:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas Giesenhagen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rothenbaum 2012]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[bet-at-home Open]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach seinem Final-Triumph über Tommy Haas (34) steht Juan Monaco (28) erstmals in den Top 10 der Weltrangliste. Der Argentinier gewinnt die Siegestrophäe in Form einer Schiffsschraube und 216.000 $ Preisgeld, Tommy Haas dafür alle Herzen. Der Lokalmatador bedankt sich bei den Zuschauern für die "fantastische Unterstützung".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7521" title="Rothenbaum 2012" src="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/rothenbaumplakat-150x150.jpg" alt="" width="65" height="65" />Nach seinem Final-Triumph über Tommy Haas (34) steht Juan Monaco (28) erstmals in den Top 10 der Weltrangliste. Der Argentinier gewinnt die Siegestrophäe in Form einer Schiffsschraube und 216.000 $ Preisgeld, Tommy Haas dafür alle Herzen. Der Lokalmatador bedankt sich bei den Zuschauern für die &#8220;fantastische Unterstützung&#8221;.</strong></p>
<p><a href="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/IMG_1540.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-7691" title="Am Ende gab es kein Halten mehr: Juan Monaco jubelt über seinen Turniersieg." src="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/IMG_1540-300x224.jpg" alt="" width="270" height="202" /></a>Es war ein Moment der Überwältigung für den Sieger. Als &#8220;Pico&#8221; Monaco das Finale der German Tennis Championships nach exakt zwei Stunden beendete (7:5, 6:4), sank er zu Boden und brach in Tränen aus. Die Freude über den größten Turniersieg seiner Karriere und die erste Top-10-Platzierung war beim Sieger nicht mehr zu stoppen.</p>
<p>Nachdem er vorgestern schon Topfavorit Nicolas Almagro (Spanien) in drei Sätzen besiegen konnte, folgte der absolute Triumph gegen Tommy Haas. Es gab keinen Ball, den der Argentinier nicht zurückbringen konnte. Sein Ehrgeiz, sein Siegeswille und sein Kampf nach jedem schier unmöglichen Ball brachten seinen deutschen Konkurrenten zur Verzweiflung. Dabei hatte es für Haas so gut begonnen. Er führte im ersten Satz bereits 4:1, dann jedoch kam Monaco ins Spiel und gab von nun an keinen Ball mehr verloren.</p>
<p>Nach seinem Sieg war auch das Publikum, soweit es aufgrund der Sympathien für Haas möglich war, auf Monacos Seite. Über 10.000 Besucher am fast ausverkauften Center Court gönnten ihm den Sieg spätestens, als sie seine tränenreiche Freude sahen. Dennoch hätten natürlich alle lieber einen Sieg ihres &#8220;Hamburger Jung&#8221; Tommy Haas gesehen. &#8220;Eine fantastische Unterstützung&#8221;, wie Haas befand, hatte ihn während des Spiels immer wieder nach vorn gepeitscht. Die Zuschauer klatschten, jubelten und schrien seinen Namen.</p>
<p><a href="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/IMG_0449.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-7690" title="Der Lohn für ein tolles Turnier: Monaco mit der Siegestrophäe in Form einer Schiffsschraube" src="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/IMG_0449-300x224.jpg" alt="" width="270" height="202" /></a>Letztendlich waren alle zufrieden. Juan Monaco hat sich im Laufe der Turnierwoche gesteigert wie kein anderer Spieler und verlässt den Rothenbaum als verdienter Sieger. Tommy Haas hat die Erkenntnis gewonnen, dass er mit der Weltspitze mithalten kann. Und die Zuschauer dürfen sich berechtigte Hoffnungen machen, ihren Liebling auch im nächsten Jahr wieder zu sehen. &#8220;Ich hoffe, dass ich in einem Jahr auch so gut spiele und nochmal eingeladen werde,&#8221; sagte Haas und stimmte so nach seiner Niederlage auch die Zuschauer wieder froh.</p>
<p>Im Doppel hatte Fernando Verdasco Grund zum Feiern. Der Spanier, der im Einzel bereits in der ersten Runde gegen den Hamburger Julian Reister ausgeschieden war, gewann mit Landsmann David Marrero seinen zweiten Doppel-Titel innerhalb einer Woche – 6:4, 6:3 gegen Munoz-De La Nava (Spanien) und Rogerio Dutra Silva (Brasilien).</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Rothenbaum 2012: Haas im Halbfinale – Almagro spielt &#8220;Kohli&#8221; schwindelig</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jul 2012 08:02:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas Giesenhagen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rothenbaum 2012]]></category>
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		<description><![CDATA[Tommy Haas steht als einziger deutscher Spieler im Halbfinale am Rothenbaum. Der Lokalmatador bezwang gestern seinen Davis-Cup-Kollegen Florian Mayer und trifft nun heute auf den Kroaten Marin Cilic. Philipp Kohlschreiber war in seinem Viertelfinalspiel gegen Nicolas Almagro am Ende ohne Chance.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7521" title="Rothenbaum 2012" src="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/rothenbaumplakat-150x150.jpg" alt="" width="65" height="65" /><strong>Tommy Haas steht als einziger deutscher Spieler im Halbfinale am Rothenbaum. Der Lokalmatador bezwang gestern seinen Davis-Cup-Kollegen Florian Mayer und trifft nun heute auf den Kroaten Marin Cilic. Philipp Kohlschreiber war in seinem Viertelfinalspiel gegen Nicolas Almagro am Ende ohne Chance.</strong></p>
<p><a href="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/haas-tag5.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-7647" title="Tommy Haas ließ auch im Viertelfinale nichts anbrennen." src="http://journalismus-mhmk.de/digger/wp-content/uploads/2012/07/haas-tag5-300x183.jpg" alt="" width="300" height="177" /></a>Nur 13 von 38 möglichen ersten Aufschlägen brachte Philipp Kohlschreiber im ersten Satz ins Feld. Obwohl er sich immer wieder zurückkämpfte und Chancen auf einen Satzgewinn hatte, war es Nicolas Almagro, der gestern die &#8220;unmöglichen&#8221; Bälle ins Feld setzte und das Hamburger Publikum immer wieder zum Raunen brachte. Am Ende gewann der Spanier in zwei Sätzen 7:5, 7:5.</p>
<p>Besser lief es für Lokalmatador Tommy Haas. Im deutsch-deutschen Viertelfinale gegen Florian Mayer unterstrich Haas seine Form und zeigte Patrick Kühnen (Davis Cup Teamchef), dass er die Nummer eins im deutschen Team ist. Nach zwei Sätzen hieß es 6:1, 6:4 für Haas.</p>
<p><strong>Spitzenduelle im Halbfinale</strong></p>
<p>Bevor Tommy Haas heute den Center Court betritt, trifft Kohlschreiber-Bezwinger Nicolas Almagro auf den Argentinier Juan Monaco. Beim Duell des Weltranglisten 10. mit dem 15. ist Weltklasse-Tennis vorprogrammiert. Almagro hat Kohlschreiber gestern dominiert und immer wieder Bälle gespielt, die nur ganz wenige Spieler noch zurück ins Feld bringen. Spätestens seit seinem Sieg gegen den Augsburger gilt Almagro als Topfavorit für das Turnier am Rothenbaum. Juan Monaco muss sein bestes Tennis zeigen und sich, wie schon im Viertelfinale gegen Jeremy Chardy (Frankreich), weiter steigern, um den spanischen Sandplatzwühler zu bezwingen.</p>
<p>Der Sieger des Duells trifft dann im Finale auf Tommy Haas oder Marin Cilic. Auch wenn der letzte im Feld verbliebene Deutsche die Sympathien des Hamburger Publikums genießt, geht der Kroate Cilic als Favorit ins Spiel. Seine unglaubliche Bilanz nach dem gestrigen Spiel gegen Ramos (Spanien) lautet nun 15:1 Siege in den letzten drei Monaten. Außerdem kam Cilic mit dem Selbstvertrauen in die Hansestadt, letzte Woche das Turnier in Umag (Ungarn) gewonnen zu haben. Haas ist sich jedoch sicher, dass er &#8220;an einem guten Tag jeden Gegner schlagen&#8221; kann.</p>
<p>Die drei noch ausstehenden Einzelspiele am Rothenbaum versprechen jedenfalls höchste Spannung und beste Tennis-Unterhaltung.</p>
<p><strong>Gilles Simon könnte  Titel verteidigen</strong></p>
<p>Titelverteidiger Gilles Simon könnte auch dieses Jahr wieder die German Tennis Championships gewinnen. Im Einzel ist der Franzose zwar bereits in der zweiten Runde gegen Tommy Haas gescheitert, mit seinem Landsmann Jeremy Chardy schlug er jedoch gestern die favorisierten Bhupathi und Bopanna (Indien) im Doppel mit 5:7, 6:3 und 10:7. Ihre Gegner sind heute Daniel Munoz de-la Nava (Spanien) und Rogerio Dutra da Silva (Brasilien). Ebenfalls im Doppel-Halbfinale: Fernando Verdasco. Der Spanier spielt mit seinem Freund David Marrero im ersten Match des heutigen Tages gegen das israelische Duo Erlich/Ram. Alle Partien, Doppel und Einzel, werden heute auf dem Center Court ausgetragen.</p>
<p><strong>Jungstar Masur im European Final</strong></p>
<p>Heute findet das Finale der European Finals Trophy statt. Der an Nummer eins gesetzte Kamener Daniel Masur bestätigte seine Favoritenrolle und trifft im Finale auf Mikael Torpegaard (Dänemark). Das Spiel wird auf dem 2.500 Zuschauer fassenden Court M1 ausgetragen. Insofern es nicht regnet, beginnt es um 11.30 Uhr.</p>
<p>Die enttäuschenden Zuschauerzahlen (bisher rund 40.000 Besucher) wurden zumindest gestern ein wenig aufgebessert. Als Haas gegen Mayer spielte, waren zeitweise 9.000 Personen auf dem Center Court. Ob es heute beim Halbfinale noch voller wird, bleibt abzuwarten. Die Qualität der Spiele hätte es jedenfalls verdient.</p>
<p>Über den weiteren Verlauf des Turniers berichtet DIGGER unter <a href="../category/sport/rothenbaum-2012/" target="_self">Rothenbaum 2012</a>.</p>
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