DIGGER Konzerttipp: US-Newcomer J. Cole gibt sein Debüt in Hamburg

Man muss nicht unbedingt aus der Bronx stammen und mit Rüpeltexten rebellieren, um als Rapper zu glänzen. Das beweist Newcomer J. Cole, der als erster Künstler beim Label Roc Nation einen Plattenvertrag bekam. Nun kommt der US-Amerikaner nach Hamburg.

Für Kenner der Hip Hop-Szene ist J. Cole schon lange kein Unbekannter mehr, denn in den vergangenen vier Jahren veröffentlichte der 26-Jährige bereits drei Mixtapes und wirkte unter anderem an Tracks wie „A star is born“ auf Jay-Z’s Album The Blueprint 3 (2009) mit. Doch erst in diesem Jahr gelang Jermaine – so sein bürgerlicher Name – der große Durchbruch. Der BET-Award-Gewinner in der Kategorie „Best Mixtape“ ging nicht nur mit Rihanna und UK-Rapper Tinie Tempah auf Tour, sondern landete mit seinem Debütalbum Cole World: The Sideline Story direkt auf Platz eins der US-Charts.

Coles Werdegang entspricht nicht – wie es sich vielleicht vermuten lässt – dem typischen Gangster-Klischee. Denn der in Frankfurt geborene und im US-Bundesstaat North Carolina aufgewachsene Amerikaner absolvierte ein Kommunikations- und Wirtschaftsstudium an der St. John’s University in New York mit Diplom. Im jungen Alter von 14 Jahren begann er, Texte zu schreiben und zu rimen. Auch die Beats zu den jeweiligen Songs mixte er selbst. Voller Ehrgeiz stellte der Newcomer seine Werke ins Internet und brachte sein Demotape höchstpersönlich zum Label Roc Nation, welches von keinem geringeren als Rap-Titan Jay-Z gegründet wurde. Als einige Zeit später dann der Rückruf des Managements folgte, waren die Weichen gestellt. Cole bekam einen Vertrag und kann heute von sich behaupten, es geschafft zu haben.

Sein Album Cole World: The Sideline Story ist seit dem 27. September auf dem deutschen Markt erhältlich und bietet neben 16 Songs auch drei Bonustracks. Auf dem Sampler sind sowohl Features von Hip Hop-Größen wie Trey Songz, Drake und Jay-Z zu hören als auch Tracks, die Cole bereits vor seinem Plattenvertrag produziert hat.

Das Album bietet eine Mischung aus lockeren Songs wie „Can’t get enough“ (feat. Trey Songz) und „Work out“. Allerdings bekommt man auch Texte geboten, die durchaus zum Nachdenken anregen. So geht es in „Lost ones“ und „Cheer up“ um Abtreibung und negative Phasen im Leben, die gemeistert werden müssen.

Passend zum Release geht J. Cole nun mit seinem Album im Gepäck auf Tour. Derzeit steht der Newcomer in Großbritannien auf der Bühne und auch in Deutschland wird er einen Zwischenstop einlegen. Am 11. Dezember 2011 gibt Cole sein Debüt in Hamburg und wird seine Tracks live performen. Los geht’s um 20 Uhr im Klubsen, dem wohl urbansten Club der Hansestadt. Der im Jahr 2010 eröffnete Club, der sich unmittelbar an der S-Bahn-Station Hammerbrook befindet, hatte schon Stars wie Bobby V und Ryan Leslie zu Gast. Nun gibt sich auch J. Cole mit seiner Band die Ehre und wird im Dezember auf der Bühne des Mainfloors stehen. Tickets für das Konzert gibt es ab 25 Euro.

Foto: Out4Fame

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